ASF BRANDENBURG
Stark für Brandenburg.

Pauline-Staegemann-Preis

Der Pauline-Staegemann-Preis wird seit 2004 im Zweijahresrhythmus von der ASF Brandenburg für Zivilcourage, Einsatz für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Gerechtigkeit verliehen.

Der Preis trägt den Namen einer Frau aus dem Oderbruch die Mitbegründerin des ersten Berliner Arbeiterfrauen- und Mädchenvereins war (Gründung 28. Februar 1873). Der Verein, der heute als erste sozialdemokratisch orientierte Frauenorganisation gilt, wollte an den gesellschaftlichen Wurzeln rühren, die soziale Ungerechtigkeiten produzieren und reproduzieren. Das war zu einer Zeit, in der politische Frauenarbeit verboten war, revolutionär. Pauline Staegemann wurde so auch wegen ihrem Engagement verfolgt und mehrfach inhaftiert. Davon ließ sie sich aber nicht entmutigen oder gar mundtot machen. Pauline Staegemann und ihre Mitstreiterinnen legten die Fundamente für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am gesellschaftlichen und politischen Geschehen. So erlangten Frauen in Deutschland am 30. November 1918 mit der „Verordnung über Wahlen zur Verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung (Reichswahlgesetz)“ aktives und passives Wahlrecht.
Nach über 90 Jahren Frauenwahlrecht ist gleichberechtigte Teilhabe in Deutschland noch keine Selbstverständlichkeit. Daher ehrt die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Brandenburg mit dem Pauline-Staegemann-Preis Frauen, die mit ihrem Engagement für Frauen in der Region Berlin-Brandenburg und darüber hinaus wirken.